Festplattenaufteilung unter Windows und Linux

 

 

Oft wird der gesamte Festplattenspeicher nur von Windows (C:\) belegt

Wird eine physikalische Festplatte mit 500 GByte unter Windows formatiert und installiert, wird dieser gesamte Festplattenplatz als Festplatte C:/ eingerichtet. Das Betriebssystem Windows, alle installierten Programme und die eigenen Dateien (z.B. Briefe, Fotos und Musik) befinden sich auf Laufwerk C:\.

Das im PC eingebaute DVD-Laufwerk erhält den nächsten Laufwerksbuchstaben D:\ und der zusätzlich eingebaute DVD-Brenner wird der Laufwerksbuchstabe E:\ zugewiesen. Wird am USB-Anschluss ein USB-Stick, eine externe Festplatte oder eine Digitalkamera angeschlossen, so wird dieses Gerät als Laufwerk F:\ im Windows-Explorer angezeigt.

 

Grundüberlegungen für die Aufteilung des physikalischen Festplattenspeicher (500 GB) in eine oder mehrere Partitionen bei einer Windows Installation

Moderne Festplatten sind wahre Speichermonster und werden von vielen Computer-Benutzern oft nur zu einem kleinen Teil genutzt, warum sollte man dann nicht über eine sinnvolle Festplattenaufteilung nachdenken.

  • Besteht die Festplatte nur aus einer Partition C:\, würde vorausichtlich nach einem totalen Absturz der Zugriff über Windows auf die eigenen Datein unmöglich werden. Eine Neuinstallation würde zum Verlust der eigenen Dateien führen.
  • Um dies zu verhindern trennt man am besten das Betriebssystem und die Programme von den eigenen Dateien, in dem die Festplatte in eine oder mehrere Partitionen (Festplattenbereiche mit eigenem Laufwerksbuchstaben) aufgeteilt wird.
  • So könnten wir der ersten Partition 120 GByte für das Betriebssystem Windows und alle installierten Programme zur Verfügung stellen.
  • Der zweiten Partition geben wir die restlichen 280 GByte für das speichern unserer eigenen Dateien, Downloaddateien und Sicherungen.
Windows Linux Typ GByte EineFestplatte mit zwei Partitionen (Nur Windows XP installiert)
c:\ /dev/sda1 ntfs 120 Auf dieser primären Festplattenpartition ist normalerweise das Betriebsystem Windows und die Programme installiert. Ist nur eine Partition vorhanden befinden sich auch der Ordner "Eigene Dateien" auf dieser Partiton.

d:\

/dev/sda2
oder
dev/sda5

ntfs oder fat32

280

Die zweite Partition kann entweder als "Primäre Partition" (unter Linux sda2) oder "Erweiterte Partition" (unter Linux sda5) angelegt sein. Eine "Sekundäre Partion wird auch als logisches Laufwerk bzw. Partition bezeichnet.

Dieser Festplattenanteil könnte für das Speichern von Briefen, Tabellen und Fotos genutzt werden.

f:\

/dev/cdrom

---

Eingebautes CD/DVD Laufwerk.

g:\

/dev/sdb1

fat32

16

Der USB-Stick könnte zum Speichern und Austausch persönlicher Daten genutzt werden.

 

 

Alle nun folgenden Anleitungsschritte wurden auf einer "Virtuellen Maschine" ausgeführt

Damit wir die Scrennshots (Bildschirmfotos) erstellen konnten, insbesondere bei Neustart des Computer, Partitionierung der Festplatte (GParted), die Installation von Windows und Linux, die Erstellung von Betriebsystem-Backup und deren Wiederherstellung (Clonezilla), nutzten wir eine sogenannte "Virtuelle Maschine" (VirtualBox).

Eine "Virtuelle Maschine" ist eine Hardware-Simulation eines realen PC, so dass alle Anleitungsschritte denen auf einem realen Computer entsprechen.

  • ACHTUNG:
    Nicht nur vor jeder Änderung an einer Festplatte (z.B. Partitionen verkleineren, vergrößern, kopieren oder partitonieren) sollten alle Dateien bei Windows im Ordner "Eigene Dateien" oder bei Linux im
    Verzeichnis "Home"  auf einem externen Datenträger gesichert werden, denn bei einem Systemabsturz oder Festplatten-Crash kann es jederzeit zu einem Totalverlust aller Daten kommen.

 

Unter dem Menüpunkt "PartedMagic" wird die Partitionierung, Formatierung, Sicherung einer Systempartition und deren Rücksicherung beschrieben

  • Window kann in der Computerverwaltung nur die Partitionen mit dem eigene FAT und NTFS Dateisystem (hier C:\, D:\ und E:\) anzeigen, die Partitionen eines Linux-System hingegen werden als unbekannte Partition aufgelistet.
  • Für Linux ist das Darstellen von Partitionen kein Problem, im Programm GParted werden alle Windows Partitionen und alle Linux Partitionen angezeigt.
Windows Linux Typ GByte EineFestplatte mit zwei Partitionen (Nur Windows XP installiert)
c:\

/dev/sda1

ntfs 120

In der "Primären Partition" werden wir eine saubere Neuinstallation von Windows XP durchführen. Unter Linux wird diese als sda1 bezeichnet.

Sollte in den PC eine zweiten Festplatte eingebaut werden, würde dieser der Laufwerksname sdb1 zugewiesen werden.

/dev/sda2

erweiterte bzw. extended Partition 380

Die "Erweiterte Partition" stellt einen art Container für die später darin angelegten erweiterten bzw. extended Partitionen dar.

Die erweiterten Partitonen werden unter Window z.B. als als fortlaufende Laufwerksbuchstaben D: oder E:, usw. bezeichnet.
Bei Linux beginnt jedes der extended Laufwerke einer Festplatte mit der Zahl 5 hinter dem Laufwerksnamen (z.B. erste Festplatte sda mit sda5, sda6, sda7, sda8).

d:

/dev/sda5 ntfs 200

In dieser Partition können wir später die eigenen Dateien und Betriebsystem-Backups speichern.

nicht angezeigt

/dev/sda6

linux-swap

2 n dieser erweiterten bzw. extended Partition wird sich die Linux-Auslagerungsdatei für temporäre Dateien befinden.

nicht angezeigt

/dev/sda7

ext4

190

In dieser erweiterten bzw. extended Partition wird das Linux Betriebsystem Kubuntu installiert.

f:/

DVD Eingebautes DVD-Laufwerk.
Hinweis: Auf der Festplattendarstellung werden für die Partitionen die Bezeichnungen "hda1, hda2" usw. verwendet, diese beziehen sich noch auf die alten IDE-Festplatten. Bei SATA-Festplatten werden wie in den Tabellen die Partitionen als "sda1, sda2" usw. bezeichnet.